Neulermer Goiselknaller
  Flechtarten
 

Es gibt verschiedene Arten eine Goisel zu binden, ich will hier nur die Häufigsten unserer Flechtarten aufzeigen.

Als erstes wird hier das verdrehen der Seile, bei uns genannt Dremmeln, vorgestellt. Diese Art ist für alle größen von Goiseln einsetzbar, indem man mindestens zwei Seile in die gleiche richtung dreht und in die entgegengesetzte Richtung Übereinander legt. Das ganze hört sich kompliziert an, ist aber das gleiche wie mit der Bohrmaschine, wenn man eine Kordel dreht. Allerdings ist es nicht so einfach dann mehr als zwei Schnüre miteinander zu verdrehen, oder die Schnüre bzw. Seile Stufenweise aufhören zu lassen. Das Grundgerippe von zwei Schnüren bildet immer den Anfang für mehrere Seile. Empfehlenswert ist nicht mehr als sechs miteinander zu verdrehen, da sich sonst im Innern ein Hohlraum bildet und sich dann die Seile nicht mehr schön nebeneinander legen. Nicht nur die Optik ist dadurch dann ruiniert, sondern auch der Zusammenhalt der einzelnen Seile, denn je mehr es dann werden, umso steiler wird auch die Drehung, dies sieht man leicht wenn man den untersten Teil und den obersten miteinander Vergleicht. Ansonsten ist diese "Flechtart" eine der einfachsten, wenn man mal weis wie das geht.

Die Nächste Flechtart ist Flechten mit mehreren Seilen, dies ist wie das normale Flechten mit drei Schnüren. Die Seile werden in zwei Seiten gleicher Anzahl (wenn möglich) eingeteilt, dann wird immer jeder einzelne abwechselnd von außen nach innen gelegt. Wichtig ist hierbei, dass man nicht durcheinander kommt, was bei mehreren Seilen manchmal schwierig sein kann. Auch diese Flechtart ist für alle Goiseln einsetzbar, bei den großen mit Verwechslungsgefahr. Der Vorteil ist hierbei, dass die Goisel kompakter wird, weil man die Seile von Hand stärker anziehen kann, somit muss die Goisel nicht so schnell nachgebunden werden, wenn sich die Stricke dehnen. Natürlich ist die Längeneinteilung hierbei zu berücksichtigen, das führt hier jedoch zu weit. Das linke Bild ist von oben und das rechte von unten.

Hier wird mit drei Seilpaaren geflochten. Das ist die einfachste Flechtart, da es eigentlich keine Verwechslungen geben kann. Bei uns ist dies die Häufigste Flechtart, da sie einfach zu Beherrschen und zu Erlernen ist. Nachteilig ist hier, dass die Seile nicht so gut gespannt werden können und dass die Goisel eher breit und nicht so kompakt wird, was allerdings der Biegewilligkeit zu Gute kommt.

Diese Flechtart unterscheidet sich von der obigen in nur einem Punkt und zwar, dass die Seilpaare verdreht nach innen gelegt werden. Durch das Bild versteht man es am besten, wenn man etwas die Seilfarben beachtet. Der Vorteil ist hierbei, dass die Goisel einen anderen optischen Eindruck erweckt und auch Kompakter wird. Am schönsten ist diese Flechtart, wenn es nicht nur ein Seil paar, sondern 3 Seile sind, die nebeneinander liegen. Die Schwierigkeit liegt hierbei bei der Einteilung der Goisel.

 
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